Die teuersten Aktien der Welt: Warum eine Aktie 760.000 Dollar kostet

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Die teuersten Aktien der Welt: Warum eine Aktie 760.000 Dollar kostet

Hey, liebe Investierfüchse! 🦊

Um investieren zu können, muss man reich sein. Das stimmt natürlich nicht. Wenn du aber eine der folgenden Aktien in deinem Depot haben möchtest, stimmt es vermutlich doch 😉 Für eine einzige Aktie zahlst du hier so viel wie für ein Auto, eine Eigentumswohnung oder gleich ein ganzes Haus. Wer da ganz oben steht, warum diese Firmen ihre Aktien nicht einfach „billiger machen“ und ob eine Aktie für 760.000 Dollar überhaupt teuer ist, schauen wir uns heute an. Willkommen bei den Geldgeschichten!

Die Rangliste im Oktober 2026

Gemessen wird hier ganz simpel: Was kostet eine einzige Aktie an der Börse? Nicht, was das ganze Unternehmen wert ist (dazu kommen wir später noch).

PlatzUnternehmenWas machen die?Preis pro Aktie (rund)
1Berkshire Hathaway ABeteiligungsfirma von Warren Buffett760.000 $
2Lindt & Sprüngli (Namenaktie)Schweizer Schokolade82.100 CHF
3Lotus BakeriesKekse aus Belgien12.650 €
BonusZoologischer Garten BerlinZoo und Aquariumüber 5.000 €
knapp dahinterNVRHausbau in den USA5.730 $
Kurse gerundet, Stand 13. und 14. Oktober 2026. Quellen siehe unten.

Kleiner Hinweis zur Rangliste: Je nachdem, wo du nachschaust, sehen solche Listen etwas unterschiedlich aus. Manche dieser Aktien werden nur selten gehandelt, die Kurse springen dann schnell mal ein paar Hundert Euro hin und her. Und Dollar, Franken und Euro schwanken auch noch gegeneinander. Die ersten beiden Plätze sind aber seit Jahren unangefochten.

Platz 1: Berkshire Hathaway A

Berkshire Hathaway war ursprünglich mal eine Textilfirma. Heute ist es die Beteiligungsfirma von Warren Buffett, die unter anderem Versicherungen, Energieversorger und eine Eisenbahn besitzt und an Firmen wie Coca-Cola beteiligt ist. Eine A-Aktie kostete Anfang Oktober 2026 laut The Motley Fool rund 760.000 Dollar. 1983 waren es noch etwa 1.300 Dollar.

Warum ist die Aktie so teuer? Ganz einfach: Buffett hat die A-Aktie nie geteilt. Schon 1983 hat er in seinem Aktionärsbrief erklärt, warum. Sinngemäß meinte er, ein billigerer Aktienpreis würde eher kurzfristig denkende Käufer anlocken, die schlechter zur Firma passen als die Aktionäre, die dafür verkaufen. Er wollte also lieber Leute, die bleiben, statt Leute, die zocken.

Ganz stur war er aber auch nicht. 1996 führte Berkshire die günstigeren B-Aktien ein, 2010 wurden diese noch einmal geteilt. Heute entspricht eine A-Aktie 1.500 B-Aktien. Eine B-Aktie kostet damit rund 500 Dollar. Seit Januar 2026 ist übrigens Greg Abel Chef von Berkshire, Buffett hat sich zurückgezogen. Ob die A-Aktie unter ihm doch noch geteilt wird? Bisher gibt es dazu keine Aussage.

Platz 2: Lindt & Sprüngli

Auf Platz 2 wird es schokoladig. Eine Namenaktie des Schweizer Schokoladenherstellers kostete am 13. Oktober 2026 rund 82.100 Franken (cash.ch). Damit ist Lindt die teuerste Aktie Europas. Die Goldhasen sind zum Glück günstiger 🐰

Auch Lindt hat sich bewusst gegen eine Aufteilung entschieden, laut Blick auch aus Prestigegründen. Wer es etwas günstiger möchte, kann zu den sogenannten Partizipationsscheinen greifen. Die kosteten im Juni 2026 laut Trading-Treff (kommerzielles Portal) „nur“ rund 10.470 Euro, haben aber kein Stimmrecht. Deshalb zählen sie hier nicht als eigene Aktie.

Und dann gibt es da noch den Schokoladenkoffer 🍫 Wer als Aktionär im Aktienregister eingetragen ist und bei der Generalversammlung abstimmt, bekommt traditionell einen Koffer voller Schokolade. Das geht auch per Briefwahl, verschickt wird der Koffer aber nur innerhalb der Schweiz. Für uns in Deutschland bleibt es also beim Goldhasen aus dem Supermarkt.

Spannend finde ich noch etwas anderes: Im Juli 2021 knackte die Lindt-Aktie laut Blick erstmals die Marke von 100.000 Franken. Heute liegt sie fast 20 % darunter. Ein hoher Aktienpreis heißt also nicht, dass es nur nach oben geht.

Platz 3: Lotus Bakeries

Ein Keksbäcker. Ernsthaft. Die belgische Firma Lotus Bakeries kennst du vermutlich von den kleinen Karamellkeksen (Biscoff), die es oft zum Kaffee dazu gibt. Eine Aktie kostete am 14. Oktober 2026 vorbörslich rund 12.650 Euro (AD HOC NEWS).

Lotus wächst seit Jahren kräftig und expandiert international. Laut GeVestor (kommerzielles Finanzportal) sind aber nur wenige Aktien frei handelbar. Das macht den Kurs schwankungsanfälliger als bei großen, viel gehandelten Aktien.

Bonus aus Berlin: die Zoo-Aktie

Ja, der Berliner Zoo ist eine Aktiengesellschaft 🐼 Der Zoo öffnete 1844 und ist laut Wikipedia der älteste noch bestehende Zoo Deutschlands. Es gibt zwei Aktiengattungen, eine mit und eine ohne Aquarium. Je nach Gattung lag der Kurs 2026 zwischen rund 5.600 und 7.900 Euro (GeVestor, ariva.de).

Gehandelt wird die Aktie kaum. Laut Börsen-Zeitung wird sie eher vererbt als verkauft und gilt unter alteingesessenen Berlinern als Statussymbol. Eine Dividende gibt es nicht, der Gewinn fließt u. a. in neue Gehege. Dafür bekommen Aktionäre mit genügend Aktien Jahreskarten für den Zoo.

Kleine Korrektur in eigener Sache: In meinem alten Instagram-Beitrag hatte ich noch von freiem Eintritt auf Lebenszeit geschrieben. Nach meiner neuen Recherche gibt es allerdings sogar Jahreskarten. Die bekommst du aber erst ab einer bestimmten Anzahl an Aktien. Kleine Rechnung am Rande: Für eine einzige Zoo-Aktie (über 5.000 €) könntest du rund 200 Mal mit einem Tagesticket von der Kasse in den Zoo gehen oder dir über 70 Jahre lang selbst eine Jahreskarte kaufen (laut Zoo Berlin 25 € pro Tag an der Kasse und 69 € für die Jahreskarte). Und die Immobilienfirma Bastfaserkontor, die damals auf Platz 3 stand, gibt es an der Börse gar nicht mehr. Die Hauptaktionärin AGIB Real Estate hat die übrigen Aktionäre 2024 per Squeeze-out „hinausgedrängt“ und ihnen 8.760 Euro pro Aktie gezahlt (Spruchverfahren direkt). Ob das genug war, prüft gerade das Landgericht Berlin II (SpruchZ). Was ein Squeeze-out genau ist, erzähle ich dir in einer eigenen Geldgeschichte. Manche Ranglisten im Netz führen die Aktie übrigens immer noch, also Augen auf beim Recherchieren 😉

Warum teilen diese Firmen ihre Aktien nicht?

Die meisten großen Firmen machen es anders. Wird ihre Aktie zu teuer, teilen sie sie. Bei einem Aktiensplit 10:1 wird aus einer Aktie für 1.000 € einfach zehn Aktien für je 100 €. Am Wert deines Anteils ändert sich nichts, du hast nur mehr Stücke. Coca-Cola hat das seit dem Börsengang zum Beispiel elfmal gemacht.

💡 Tipp: Wie oft Coca-Cola seine Aktie schon geteilt hat und was aus einer einzigen Aktie von 1919 geworden ist, liest du in Reich durch Coca-Cola? Was aus einer Aktie von 1919 geworden ist.

Warum also nicht alle? Für einen Split spricht, dass kleine Anleger leichter einsteigen können und die Aktie öfter gehandelt wird. Gegen einen Split spricht aus Sicht von Buffett und Co.:

  • Die „richtigen“ Aktionäre: Wer 760.000 $ für eine Aktie zahlt, kauft eher nicht für einen schnellen Gewinn nächste Woche.
  • Prestige: Die teuerste Aktie der Welt zu sein, ist auch ein bisschen Marketing.
  • Weniger Hektik: Wenige, treue Aktionäre sorgen für weniger Spekulation.

Die Kehrseite: Wird eine Aktie kaum gehandelt, liegen Kauf- und Verkaufspreis oft weit auseinander. Beim Zoo zahlst du dann schnell mal ein paar Hundert Euro mehr, nur weil gerade niemand verkaufen will.

Ist eine Aktie für 760.000 $ eigentlich teuer?

Und jetzt kommt das Wichtigste an der ganzen Geschichte: Der Preis einer einzelnen Aktie sagt fast nichts darüber aus, ob ein Unternehmen teuer ist.

Stell dir eine Pizza vor 🍕 Du kannst sie in 8 Stücke schneiden oder in 2. Ein Stück ist dann mal klein und mal riesig, die Pizza bleibt aber gleich groß. Genauso ist es bei Aktien. Wie viel ein Unternehmen insgesamt wert ist, zeigt erst die Marktkapitalisierung:

Preis pro Aktie × Anzahl aller Aktien = Wert des ganzen Unternehmens

Ein Beispiel: Eine Apple-Aktie kostete am 13. Oktober 2026 rund 346 Dollar (MacDailyNews), also nur einen Bruchteil einer Berkshire-A-Aktie. Trotzdem war Apple mit rund 5 Billionen Dollar ungefähr viereinhalbmal so viel wert wie Berkshire mit rund 1,1 Billionen Dollar (companiesmarketcap.com). Apple hat seine Pizza eben in sehr viele kleine Stücke geschnitten.

Ob eine Aktie wirklich teuer oder günstig ist, hängt deshalb davon ab, was das Unternehmen verdient und was du dafür bezahlst. Dafür gibt es Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Der Stückpreis allein verrät es dir nicht.

Und wie kommt man da als normaler Mensch ran?

Keine Sorge, du musst kein Haus verkaufen, um bei Buffett mitzumachen. Könntest du natürlich, damit du dir eine Berkshire-A-Aktie leisten kannst, aber das wäre vermutlich nicht so smart 😄 Möglichkeiten, trotzdem dabei zu sein:

  • B-Aktie statt A-Aktie: Die Berkshire-B-Aktie kostet rund 500 Dollar.
  • Bruchstücke: Bei vielen Brokern kannst du auch Teile einer Aktie kaufen oder einen Sparplan ab wenigen Euro anlegen. Welche Broker das anbieten, siehst du im Broker-Vergleich.
  • Über einen ETF: In großen Indizes wie dem S&P 500 oder dem MSCI World steckt Berkshire schon drin. Mit einem breiten ETF bist du also womöglich längst ein ganz kleines bisschen Buffett-Aktionär.

💡 Tipp: Welche Anlageformen es neben Aktien noch gibt, findest du in Geld anlegen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Fazit

  • 👉 Die teuerste Aktie der Welt ist Berkshire Hathaway A mit rund 760.000 $ pro Stück, gefolgt von Lindt & Sprüngli und Lotus Bakeries.
  • 👉 Teuer sind sie vor allem, weil die Firmen ihre Aktien nie geteilt haben.
  • 👉 Lindt-Aktionäre bekommen einen Schokoladenkoffer, Zoo-Aktionäre Jahreskarten statt Dividende.
  • 👉 Der Preis pro Aktie sagt nichts darüber, ob ein Unternehmen teuer ist. Entscheidend ist, was das ganze Unternehmen wert ist und verdient.
  • 👉 Über B-Aktien, Bruchstücke oder einen breiten ETF kommst du auch mit kleinem Geld an solche Firmen ran.

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*Keine Anlageberatung oder Handlungsempfehlung (solltest du dir eine der ersten beiden Aktien entspannt kaufen können, melde dich bei mir, ich bin dein lang verloren geglaubter Bruder 😉)
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Quellen: The Motley Fool (kommerziell): Berkshire A-Aktie und Split · cash.ch: Kurs Lindt & Sprüngli N · Blick: Lindt-Aktie kostet 100.000 Franken (2021) · Liebefinanzen: Lindt GV 2026 · AD HOC NEWS (kommerziell): Kurs Lotus Bakeries · GeVestor (kommerziell): Die 5 teuersten Aktien der Welt 2026 · ariva.de (kommerziell): Kurs Zoo Berlin · Spruchverfahren direkt: Squeeze-out Bastfaserkontor · SpruchZ: Spruchverfahren Bastfaserkontor · Trading-Treff (kommerziell): Lindt Partizipationsschein · Börsen-Zeitung: Tierische Anlageexoten · Wikipedia: Berlin Zoo · stockanalysis.com (kommerziell): Kurs NVR · MacDailyNews: Apple-Kurs · companiesmarketcap.com: Marktwert Berkshire · Logos: Berkshire Hathaway, Lindt & Sprüngli, Lotus Bakeries, Zoo Berlin (Wikimedia Commons, gemeinfrei) · Zoo Berlin: Tickets und Preise · Stand: 14. Oktober 2026

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